So wirkt sich eine Trainingspause auf deinen Körper aus – SCHMIEDE DICH

Wer einige Zeit nicht trainieren kann, rechnet oftmals mit dem Schlimmsten. Muskulatur wird abgebaut, die Kraft wird weniger und man fühlt sich einfach nur schwach. Doch es gibt auch zahlreiche Situationen oder Momente, in denen sich eine Trainingspause hervorragend anbietet bzw. unbedingt eingehalten werden sollte.

Wann sollte man eine längere Pause einlegen?

  • nach sehr intensiven Belastungen wie Veranstaltungen, Wettkämpfen oder sehr belastenden Trainingsphasen (Dies gibt nicht nur der Muskulatur ausreichend Zeit sich zu erholen, sondern auch den Gelenken, Bändern und Sehnen!)
  • bei einer Verletzung – Voraussetzung hierfür ist eine ärztlich erfolgte Diagnose. In Absprache mit dem behandelnden Arzt sowie einem Physiotherapeuten, muss nicht immer unmittelbar pausiert werden. Bewegung bringt Wärme und Geschmeidigkeit in den Körper und regt den Stoffwechsel an.
  • bei einer Erkältung – Leichtes Training stellt oftmals kein Problem dar. Kraftkreise, Zirkeltraining oder intensives Beintraining ist jedoch zu vermeiden. Die Belastung für das Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem ist zu hoch und die Gefahr einer Herzmuskelentzündung steigt.

Das Ganze wissenschaftlich betrachtet

In folgendem Video wird eine Studie aufgegriffen, welche sich genau mit dieser Frage befasst. Was bewirken drei Wochen Trainingspause?

Wer sich nicht das gesamte Video anschauen möchte: Hier die Zusammenfassung:

Ausgangslage:

  • eine Gruppe trainiert 24 Wochen am Stück, die Andere je sechs Wochen gefolgt von drei Wochen Pause, beide Gruppen trainieren drei Einheiten / Woche
  • gemessen werden die Maximalkraft, der Muskelquerschnitt sowie die Kontraktion des Muskels
  • Zielübung ist Bankdrücken, Zielmuskulatur sind der Trizeps und der Brustmuskel

Ergebnis:

  • wissenschaftlich betrachtet gibt es KEINE Unterschiede, obwohl 25% weniger trainiert wurde von der zweiten Gruppe
  • Lediglich einige Prozente Unterschied gibt es bei der Maximalkraft und dem Muskelquerschnitt. Dieser Unterschied ist aber so gering, dass er nicht aussagekräftig genug ist.

Aber:

  • die Studie wurde mit nur 14 Teilnehmern durchgeführt
  • es waren Sportanfänger
  • Ernährung spielte keine Rolle

Auswertung:

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es keine Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen gibt. Jedoch sollte beachtet werden, dass bei fortgeschrittenen Sportlern der Muskelabbau aufgrund einer Pause deutlich langsamer voranschreiten würde. Mit einer angepassten Ernährung könnte man diesen noch zusätzlich entschleunigen.

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