Trainiere hart UND mit Köpfchen - Schmiede Dich

Trainiere hart UND mit Köpfchen – Schmiede Dich

Jeder von uns hat mit Sicherheit schon einmal Bilder und Videos in den sozialen Medien gesehen, auf denen die Sportler bis zum erbrechen trainieren. Offene Blasen an den Händen, nach dem Beintraining kaum noch in der Lage zu laufen und Joggen bis man fast umkippt. Warum es nur selten sinnvoll ist, so an seine Grenzen zu gehen, möchten wir euch in folgendem Beitrag kurz erläutern!

Train hard and smart!

Selbstverständlich soll ein Training anstrengend sein. Schließlich muss die Muskulatur auch entsprechend gefordert werden. Aber auch hier gibt es viele Stolperfallen!

  • offene Hände – kein Training! Vor allem in der Calisthenics-Szene sind solche Bilder gang und gebe. Es sieht vielleicht barbarisch aus und erweckt den Eindruck eines extremen Trainings, sinnvoll ist dies aber ganz und gar nicht! Wer an den Händen große und offene Blasen hat, bewirkt damit nur eines: er muss pausieren. Man kann keine Hantel, kein Griffstück, Seil oder Stange mehr anfassen, ohne dass es extrem schmerzt. Somit ist man gezwungen, eine entsprechend lange Auszeit einzulegen. Sinnvoll geht anders!

 

  • extremer Muskelkater – lange Regenerationszeiten! Vor allem die Beinmuskulatur kann trainiert werden, bis man kaum mehr aufrecht stehen kann. Viele wollen auch genau diesen Zustand im Training erreichen. Doch was genau soll es eigentlich bringen? Man hat im Anschluss eine Woche Muskelkater und muss somit auch mindestens eine Woche pausieren! Wäre es hier nicht sinnvoller, lieber etwas weniger zu machen und dafür wieder nach zwei bis drei Tagen erneut die Beine zu trainieren?

 

  • joggen bis einem übel wird – Kreislaufprobleme und Ohnmacht können eintreten! Als ehemaliger Soldat, war ich sehr oft joggen und marschieren, bis ich kaum mehr aufrecht stehen konnte. Die Arme hingen schlapp herunter, der Kopf kippte bei jedem Schritt von links nach rechts und die Füße waren kaum mehr spürbar. Aber auch beim Lauftraining musste ich des Öfteren kurz anhalten, um … ihr wisst schon. Ist es wirklich sinnvoll, sein Lauftraining so zu gestalten? Als Soldat macht es vielleicht Sinn, auch mal an diese Grenzen zu gehen. Als Ausdauersportler ist dies aber alles, nur nicht optimal! Auch hier heißt es wieder: lieber etwas weniger aber konstanter trainieren! Wer eine längere Pause einlegen muss, kann in der Zeit schließlich gar nicht trainieren! Auch auf seinen Puls sollte man hören. Wer bei niedriger Geschwindigkeit schon mit Maximalpuls läuft, hat sein Limit für diesen Tag bereits erreicht. Wer dennoch weiter trainiert, zögert auch hier die Regenerationszeit nur unnötig in die Länge.
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